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46. Rundschreiben    Innsbruck, am 24. Jänner  2012

Liebe Berglegionärinnen und Berglegionäre!

Für die Schnellen:
1.    Bericht über stattgefundene Legionsveranstaltungen
2.    LVS-Training am 29.01.2012 mit Schitour. Harald organisiert. Details folgen noch.
3.    Legionstouren im 3 Wochen Rhythmus: 29.1.(mit LVS-Training!) /4.3./25.3./Ostertouren
4.    Legionsstammtische beim Gasthof Dollinger: 3.2./2.3./6.4.entfällt
5.    Jahresopfer 2012 (und 2011) bitte einzahlen!
6.    Winterlager 2012: Termin 11.2. – 17.2.2012
7.    Sommerlager 2012: Termin 14.7. – 22.7.2012
8.    Nächster Planungsabend: am 15.03.2012 um 19.30 Uhr bei Babsi!
Ende für die Schnellen!

1.    Bericht über Legionsveranstaltungen:
       Legionstouren:
       27.11.11 Tour auf den Roßlauf bzw. Obernberger Tribulaun (14 Leute); Walter wurde in der Nacht darauf ins Krankenhaus eingeliefert!
       8.1.12 Neujahrstour auf den Simmering (17+2 Leute); sehr viel Schnee, gute bzw. warme Hütte.

      Adventstunde: 13.12.11 Maria Waldrast (17 Leute); adventliche Besinnung und schöne Rodelpartie.

      Legionsstammtische: 6.1.11 ausgefallen

2.    Am 29.01.2012 findet in Zusammenhang mit der Legionsschitour ein LVS-Training statt! Harald organisiert. Details folgen noch.

3.    Legionstouren: 3 Wochen Rhythmus: 29.1.(mit LVS-Training!) /4.3./25.3./Ostertouren

4.    Legionsstammtische beim Gasthof Dollinger: 3.2./2.3./6.4.entfällt. Es wird an einem der Termine voraussichtlich eine Messe geben.
       Details folgen noch. Volker reserviert; e-mail an Volker bis Montag vor Stammtisch erbeten (volker.roehle@chello.at)

5.    Jahresopfer 2012: € 40 einzahlen; Berglegion Innsbruck, Kontonummer 00004833257, BLZ: 36 000 (Raiffeisen Landesbank);
       Wer das  Jahresopfer 2011 noch nicht bezahlt hat, bitte gleichzeitig mit dem heurigen Jahresopfer überweisen!

6.    Winterlager 2012: Termin 11.2. – 17.2.2012; Markus ist Lagerleiter – Details sind im angehängten Merkblatt für das Winterlager!

7.    Sommerlager 2012: Termin 14.7. – 22.7.12:
       Es ist noch kein Standort fixiert – in Planung ist ein Lager auf einem Campingplatz in Südtirol. Details folgen noch!

8.    Nächster Planungsabend: am 15.03.2012 um 19.30 Uhr bei Babsi!

Wer das Rundschreiben der Berglegion gerne erhalten möchte, aber noch nicht im Verteiler ist oder wer es in Zukunft nicht mehr erhalten möchte, soll sich bitte bei mir melden.
Liebe Grüße
Monika

Merkblatt für das Winterlager 2012 vom 11.2. bis 17.2.2012

 

Lagerführer: Markus Nagl (Freizeit: 0664/7350 9626, Arbeit: 0512 /9003 70708)

Übernachtung und Verpflegungsstützpunkt:

Haus Rojen; Altdorfstraße 35; 39027 Reschen; BZ-Italien; Tel: 0039/3405857612

Anfahrt: Innsbruck – Oberes Gericht – Reschenpass - Rojen

Versicherung:

Bitte sorgt dafür, dass euer Jahresbeitrag für Alpenverein/Naturfreunde etc. einbezahlt ist, damit ihr die Hubschrauber-Bergungsversicherung habt! Diese Versicherung ist unbedingt notwendig!

Treffpunkt:

Sonntag, 11.2.2012, um 8.00 Uhr, Parkplatz vor der PHT, wir fahren bei jedem Wetter. Bitte um pünktliches Erscheinen.

Wichtig: Wir fahren nach Rojen, machen dort gleich die erste Schitour und beziehen erst danach das Quartier. Schitourenausrüstung, Tourenbekleidung und Tourenrucksack griffbereit mitnehmen!

Autofahrer:

Wir haben mit folgenden Autos für die Fahrt gerechnet:

Markus (+Flo, Babsi S.)

Erwin (+Birgit, Babsi Z.)

Diz (+ Anneliese, Sabrina)

Rudl (+Gabi, Inge, Cilly)

Franz (+ Moni, Miren)

Hermann (+ Nina)

Bitte unbedingt Schiträger montieren und Schneeketten mitnehmen. Wir werden zu einigen Touren mit den Autos anfahren müssen! Ev. brauchen wir die Ketten schon um überhaupt nach Rojen zu kommen!!

Dabei sind

Markus, Diz, Anneliese, Gabi, Rudl, Sabrina, Babsi Z., Babsi S., Erwin, Birgit, Flo, Miren, Cilly, Inge, Franz (Sa-Di), Moni (Sa-Di), Hermann (So-Fr), Nina (So-Fr) = 18 Leute; eventuell: Hari, Elisabeth, Valentin (Sa-Mo)

Kosten:

€ 225 (€ 150 für Studierende bzw. Nichtverdienende); dieser Betrag wird im Quartier eingesammelt

Im Preis enthalten ist Übernachtung, Frühstück, Abendessen, Tourentee und Kurtaxe.

Die Tourenverpflegung für die Woche muss jeder selbst stellen (Achtung: das nächste Lebensmittelgeschäft ist erst in Reschen!). Zusätzlich Geld für Getränke, Sauna, Liftfahrten, Einkäufe etc. mitnehmen!

Proviant:

Jause für den Anreisetag, da die Lagerverpflegung erst am Sonntagabend beginnt. Tourenverpflegung für die Zeit des Lagers mitnehmen!

Ausrüstung:

Schi und Stöcke, Schischuhe, Felle (eventuell Kleber neu auftragen), Tourenbindung, Lawinenpieps 457kHz (Batterien überprüfen bzw. erneuern), Lawinenschaufel, Sonde, Harscheisen, Schikleidung, im besonderen Schihose, Pullover, Legionsjacke, Anorak, Handschuhe (auch zum Wechseln), Mütze, Schibrille, Sonnenbrille, Sonnencreme, Lippenschutz, Rucksack, Taschenmesser, Feldflasche, Verbandspäckchen, Taschenlampe, warme Unterwäsche, Leibchen (Legionsleibchen) und Socken zum Wechseln, Hüttenpatschen, Freizeithose oder Jogginganzug, Pyjama, Waschbeutel, Handtücher, Badehose, Schreibzeug, neues Liederbuch.

Wer hat nimmt mit:

ABS-Rucksack, Avalung, Lawinenball, Sitzpolster, Biwaksack, Fotoausrüstung, Tourenbuch, Gesellschaftsspiele, Lektüre, Lieder zum Singen.

Die Berglegion besitzt mehrere Lawinenpieps, Schaufeln und Sonden. Bei Bedarf bitte vor dem Winterlager bei Cilly melden!

Gestaltung:

Es sind zwar schon ein paar Gestaltungsbeiträge vorbereitet, aber weitere Beiträge aus der Lagergemeinschaft wären sehr willkommen. Wer etwas beitragen möchte, sollte sich bitte bei Markus melden!

Liftmöglichkeit:

Das Schigebiet ist mit dem Auto erreichbar, oder mit Schi direkt vom Quartier, dann 50 Höhenmeter Aufstieg am Rückweg!

Rückkehr: Freitag 17.2.2012 am Abend.


                                              

 

Ergebnisse der Steuerungsgruppe

zur Vorstellung am Legionswochenende 2011

Mitglieder der Steuerungsgruppe: Annelies, Florian, Gabriela, Inge, Markus, Monika, Volker, Walter

Anregungen und Änderungen, die keiner Abstimmung bedürfen

Die folgenden Punkte sind teilweise so schon umgesetzt, haben sich in den letzten Jahren eingebürgert

oder unserer Ansicht nach nicht für eine Abstimmung relevant. Trotzdem sollten noch einmal

(oder immer wieder?) klar kommuniziert werden, damit für alle, die dabei sind, klar ist, wie wir uns

unsere Gemeinschaft vorstellen. Das ist vor allem in Hinblick darauf relevant, dass immer wieder

neue Personen dabei sind, die die Berglegion nicht kennen!

Neue Gebete und generelle Überarbeitung des Logbuchs

Wir haben für das Sommerlager 2011 eine neue Auswahl an Gebeten für das Logbuch zusammengestellt

(je drei Morgen- und Abendgebete, ein Tischgebet). Dabei ist auch eine größere Sammlung an

Gebeten zusammengekommen, die wir nicht alle ins Logbuch übernommen haben. Für eine gute Abwechslung

fänden wir es sinnvoll, wenn nächstes Jahr wieder andere Gebete aus dieser Sammlung

ins Logbuch kommen.

Das Logbuch für das Sommerlager kann und soll bei Bedarf jederzeit den Bedürfnissen der Lagergemeinschaft

angepasst werden (und diese ändern sich bekanntlich im Lauf der Zeit). Schließlich ist es

keine unveränderliche Vorgabe, sondern ein Hilfsmittel für die Organisation des Sommerlagers. Deshalb

sind alle eingeladen, Verbesserungsvorschläge einzubringen! Eine generelle Durchsicht des Logbuchs

auf Altlasten ist dieses Jahr durch Otto, Moni und Flo erfolgt.

Als Tischgebet wollen wir für nächstes Jahr vorzugsweise ein oder zwei kurze Lieder einführen, vor

allem weil es in einer lauten Hütte einfacher ist, ein Lied zu singen, als ein Gebet zu sprechen.

Spirituelle Impulse und andere Beiträge auf den Lagern

Am Lager beschränken sich die spirituellen Impulse sowie auch andere Beiträge auf die Initiativen

von einzelnen Personen. Wir schlagen daher vor, dass der Lagerleiter bzw. die Lagerleiterin bereits

vor dem Lager potentielle Führer bzw. Führerinnen vom Tag fragt, ob diese einen Tag leiten würden.

Dabei kann man die Personen gleich einladen, einen Impuls für den Tag vorzubereiten. Das muss

kein Gebet sein. Es kann sich genauso um einen Spruch, eine Geschichte, der Auftrag etwas aufmerksam

zu beobachten etc. sein. Der Impuls wird in der Früh allen mit auf den Weg gegeben und kann

am Abend noch einmal aufgegriffen und abgerundet werden. So wird eine thematische Klammer für

den Tag geschaffen. Die hier aufgezählten Punkt gelten nicht nur für den Führer bzw. die Führerin

vom Tag sondern allgemein für Beiträge am Lager (Vorträge, lustige Dinge usw.) – der Lagerleiter bzw.

die Lagerleiterin sollte rechtzeitig vor dem Lager gezielt dazu auffordern.

Die Vorteile:

 Es bringen sich mehr Personen aktiv ein, was mehr Vielfalt bedeutet.

 Die Aufgabenlast ist auf mehrere Personen verteilt.

 Ideen können schon im Vorhinein entwickelt und vorbereitet werden, sodass die Qualität der

Impulse steigt und nicht immer nur die gleichen Gebete heruntergelesen werden.

2

 Es werden vielleicht auch einmal andere Personen gefragt, diese Aufgaben zu übernehmen.

 Die Aufgabe „Führer/Führerin vom Tag“ verliert eventuell den „Schwarzer Peter“-Charakter.

Verantwortung für die Gemeinschaft und Verbindlichkeit

Gemeinschaft lebt von den Einzelnen. Unsere Gemeinschaft kann nur als solche funktionieren, wenn

sich jede und jeder einbringen, auf die ganz persönliche Art und Weise, mit den ganz persönlichen

Fähigkeiten. Dazu gibt es viele Möglichkeiten: Andere zum Singen einladen, einen Impuls zu einem

Thema bringen, einen Programmpunkt für die Gruppe vorbereiten. Wir sind alle dazu aufgefordert, die

Augen offen zu halten und mitanzupacken, wenn es etwas zu tun gibt. Ebenso sind alle eingeladen,

die Hilfe von anderen anzunehmen – auch das ist vielleicht nicht immer leicht.

Gemeinschaft macht gewisse eingeteilte Aufgaben notwendig, in unserem Fall z.B. Lagerleiter/

Lagerleiterin, Führer/Führerin vom Tag oder die Begleitung von Touren. Wenn sich immer nur dieselben

dazu bereit erklären diese – kleinen und einfachen! – Aufgaben zu übernehmen, verarmt die

Gruppe und wird einseitig! Jede und jeder ist fähig, bestimmte Aufgaben zu übernehmen.

Auch eine gewisse Verbindlichkeit jeder und jedes Einzelnen ist wesentlich, damit die Gemeinschaft

funktioniert. Eine verkürzte Teilnahme am Sommer- oder Winterlager sollte die Ausnahme bleiben und

nicht zum Standardfall werden. Das ist einerseits für die Gruppenstimmung wichtig (Ja! zur Gruppe),

andererseits für den damit Organisationsaufwand, v.a. beim Sommerlager (Zeltaufbau- und Abbau,

notwendige Zeltanzahl, Kalkulation und Bereitstellung der Kaltverpflegung usw.)

Eigenverantwortung auf Touren

Jede und jeder ist auf den Touren eigenverantwortlich unterwegs. Die Touren der Berglegion sind

keine geführten Touren! Das ist vor allem aus Haftungsgründen entscheidend. Die Gruppe ist dazu da

zu unterstützen, zu helfen, zu sichern und zu ermutigen etwas zu probieren, was man alleine vielleicht

nicht könnte. Aber: Das bedeutet nicht, dass man sich deswegen um nichts kümmern muss

und einfach den anderen hinterhergeht.

Eigenverantwortung bedeutet: Wenn ich mich entscheide, bei einer Tour mitzugehen, muss ich mir

vorher auch überlegen, ob ich konditionell und technisch dazu fähig bin. Wenn ich Hilfe von Anderen

brauche, bitte ich rechtzeitig um diese und kommuniziere meine Bedürfnisse an die Gemeinschaft –

nicht erst in einer gefährlichen Situation, wenn ich gar nicht mehr weiter weiß!

Je mehr man über die Tour weiß (Ziel, Route, Schwierigkeit, alpine Gefahren, Einschätzung der eigenen

Fähigkeiten), desto eher kann man eigenverantwortlich handeln. Deswegen jede und jeder über

die Tour und das Ziel Bescheid wissen und einschätzen, ob die Schwierigkeit der Tour für einen selbst

geeignet ist.

Schlusslichter auf Touren

Besonders bei größeren und bezüglich der Fähigkeiten inhomogenen Tourengemeinschaften regen wir

dazu an, ein Schlusslicht zu bestimmen. Idealerweise sollte das vor dem Abmarsch erfolgen. Das ist

aus zweierlei Gründen wichtig: Erstens so verhindert werden, dass sich niemand dafür verantwortlich

fühlt und schwächere Personen alleine zurückbleiben. Zweitens kann man so vermeiden, dass immer

dieselben Personen unausgesprochen die Aufgabe des Schlusslichts übernehmen. Im Sinn der Gemeinschaft

laden wir ein, dass alle erfahrenen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zumindest einmal

auf jedem Lager diese Funktion des Schlusslichts übernehmen.

3

Ist die Berglegion ohne Jugendgruppen obsolet?

Wolfgang hat in seinem Schreiben nach dem Sommerlager vor allem das Thema der fehlenden Jugendgruppen

aufgegriffen und eine Berglegion ohne Jugendgruppen grundsätzlich in Frage gestellt.

Dieses Thema wurde von der Steuerungsgruppe nicht diskutiert, da das nicht ihre Aufgabe war. Wir

sehen die Frage nach Jugendgruppen parallel zu den von uns ausgearbeiteten Reformvorschlägen. Wir

würden es begrüßen, wenn das Thema der Jugendgruppen in Zukunft bei der Berglegion lebendig

bleibt und die Jugendarbeit wieder angefangen werden würde, wissen jedoch niemanden der eine

Gruppe übernehmen würde. Auch die haftungsrechtlichen Risiken im Zusammenhang mit dem Führen

von Jugendlichen im alpinen Gelände sind problematisch und müssten geklärt werden.

Gleichzeitig sehen wir unsere Reformvorschläge als Beitrag dazu, dass die Berglegion lebendig und für

junge Menschen interessant bleibt. Unserer Meinung nach ist die Berglegion aber auch ohne Jugendgruppen

nicht obsolet. Sie ist weiterhin eine wertvolle Gemeinschaft, die den Austausch zwischen

verschiedenen Generationen ermöglicht sowie Bergsteigen und Christentum verbindet.

Themen und Vorschläge zur Abstimmung im Plenum

Die folgenden Vorschläge behandeln grundsätzliche Fragen der Gemeinschaft. Daher ist es wichtig,

dass sie sich die Gemeinschaft als Ganzes für oder gegen sie entscheidet. Über sie soll daher am

Legionswochenende 2011 im Plenum abgestimmt werden.

Konsensorientierte statt hierarchischer Ausrichtung der Gemeinschaft

Die Berglegion hat von ihrer Geschichte her eine hierarchische Ausrichtung. Das war bei der früheren

Mitgliederstruktur (Jugendgruppen) sicherlich sinnvoll, hat sich aber in den letzten Jahren gewandelt.

Es gibt derzeit keine Jugendgruppen, die einer hierarchischen Führung bedürfen. Die Gruppe ist auch

klein genug, dass eine Diskussion der verschiedenen Anliegen, des Berücksichtigen verschiedener

Bedürfnisse und das Finden von Konsenslösungen möglich ist.

Auch wenn in der Praxis in den letzten Jahren vieles bereits in diese Richtung gelebt wurde, so ist die

Grundstruktur doch unverändert geblieben. Damit Theorie und Praxis wieder besser zusammenpassen,

schlagen wir vor, dass sich die Berglegion grundsätzlich als demokratische und konsensorientierte

Gemeinschaft bekennt.

Begrifflichkeiten

Entsprechend der von uns gewünschten konsensorientierten Ausrichtung der Gemeinschaft schlagen

wir vor, folgende Begriffe zu erneuern, da sie für hierarchische Strukturen stehen:

 Führerrat Planungsrunde/-abend (während des Jahres)

 Führerrat Tourenplanung (am Lager)

 Morgen- und Abendappell Morgen- und Abendrunde

 Schlussappell Schlussrunde

 Wenn weibliche Personen Funktionen übernehmen, soll auch die weibliche Bezeichnung dafür

verwendet werden, z.B. Führerin vom Tag, Lagerleiterin

4

Tourenplanung und -einteilung am Lager

Alle, die mitplanen wollen, sind zur Tourenplanung eingeladen. Damit alle die Möglichkeit dazu haben,

findet die Tourenplanung für den nächsten Tag direkt nach dem Abendessen statt. Falls das

einmal nicht so ist, wird es allen mitgeteilt.

Wichtig für alle die dabei sein wollen: Bei der Tourenplanung geht es nicht darum zu klären, wer wo

mitgehen wird. Es ist daher auch nicht der richtige Ort für eine Tourenberatung! Der Führer bzw. die

Führerin vom Tag moderiert die Tourenplanung und achtet darauf, dass die Runde beim Thema – der

Tourenplanung – bleibt.

Damit bei der Abendrunde die Tourenmöglichkeiten des nächsten Tages übersichtlich und nachvollziehbar

vorgestellt werden können, ist es notwendig, dass alle die am nächsten Tag eine konkrete

Tour vorhaben, diese bei der Planungsrunde (also gleich nach dem Abendessen) anmelden. Bei der

Abendrunde sollen keine neuen Touren mehr angemeldet werden!

Bei der Abendrunde stellen jeweils die Personen, die eine bestimmte Tour am nächsten Tag begleiten,

die Touren vor. Diese Vorstellung soll detaillierter erfolgen als das bisher üblich war – d.h. Ziel, kurzer

Abriss der Route, Höhenmeter, voraussichtliche Dauer, technische Schwierigkeiten, ist der Abstieg

anders als der Aufstieg, Umkehrmöglichkeiten, usw. Nur so ist es möglich, dass sich alle eigenverantwortlich

für eine Tour entscheiden können (siehe auch Eigenverantwortung)

Wer für die Entscheidung wo er bzw. sie mitgeht, genauere Informationen über die Touren des nächsten

Tages will (z.B. mit Erklärung auf der Karte), kann sich auch zwischen Tourenplanung und Abendrunde

bei einer Person erkundigen, die bei der Tourenplanung dabei war.

Diese Änderungsvorschläge wurden im Wesentlichen am Sommerlager 2011 ausprobiert.

Singen und Liedheft

Gemeinsames Singen soll kein verordneter Programmpunkt des Lagers sein, sondern auf Freiwilligkeit

beruhen. Alle, denen das Singen ein Anliegen ist, sollen bewusst dazu einladen. Für eine lebendige

Singkultur darf nicht allein eine Person dafür zuständig sein.

Im Liedheft gibt es einige Lieder, die aufgrund ihres Textes in der Gemeinschaft umstritten sind. Da

das Liedgut der Berglegion historisch gewachsen und ein Teil ihrer Geschichte ist, soll kein Lied aus

dem Liedheft gestrichen werden. Alle sind aber eingeladen, neue Lieder einzubringen.

Damit die Erweiterung des Liedhefts technisch möglich ist, wollen wir die bestehenden Liedheft in

kleine Mappen „umbauen“: Die Liedhefte werden am Rücken aufgeschnitten und gelocht und werden

in kleine, flexible (damit sie besser in den Rucksack passen) Ringmappen eingelegt. So ist es möglich,

das Liedheft um neue Liederzettel im Format A5 zu erweitern.

Damit die Gemeinschaft wieder über ein gemeinsames Liedgut verfügt, versuchen wir bei jedem Lager

ein oder zwei Lieder bewusst zu üben und häufig zu wiederholen. Für die Lieder, die wir gemeinsam

einüben, sollen solche ausgesucht werden, die für alle in der Gemeinschaft stimmig sind. Wir wollen

sowohl bezüglich des Textes (d.h. Inhalt der Lieder), als auch bezüglich der Sprache und dem Stil

aufeinander Rücksicht nehmen und bedenken, dass es unterschiedliche Vorstellungen in Bezug auf

das Liedgut gibt. Als christlich-alpine Gemeinschaft wollen wir vor allem christliche Lieder sowie solche,

die sich auf das Bergsteigen, das Wandern oder die Bergnatur beziehen, singen.

Gebet der Gemeinschaft

Das Gebet der Gemeinschaft soll ein wichtiges verbindendes Element aller Mitglieder der Berglegion

sein. Einige Formulierungen darin sind für uns nicht mehr zeitgemäß, weswegen sich nicht alle damit

5

identifizieren können. Wenn das Gebet der Gemeinschaft ein verbindendes Element sein soll, müssen

es aber alle mittragen. Unser Änderungsvorschlag lässt die Grundstruktur und den Charakter des Gebets

unverändert. Er drückt für uns aber das besser aus, worum es bei der Berglegion heute geht.

Original

Herr, führe du unser Leben!

Mach uns frei von Überhebung und großen Worten.

Lass uns echt und wahr sein.

Gib uns klaren Blick und festige unseren Willen,

dass wir unsere Sendung in täglicher Arbeit ausführen.

Lass unsere Gemeinschaft wahr werden, treu und

hilfsbereit.

Nimm Selbstsucht und Täuschung von ihr, lass sie

lauter sein und voll guter Zucht.

Gib du uns die Kraft unbeirrten Gewissens, und lehre

uns in Freiheit und Freude denen gehorchen, die von

dir Gewalt tragen.

Lehre uns deiner schönen Welt froh werden, aber frei

von unruhigen Begehren.

Lehre uns froh schaffen, aber dein Wille gehe uns

über jedes Werk.

Uns alle segne der allmächtige Gott, der Vater, der

Sohn und der Heilige Geist.

Amen

Vorschlag der Steuerungsgruppe (Änderungen kursiv)

Herr, führe du unser Leben!

Mach uns frei von Überhebung und großen Worten.

Lass uns echt und wahr sein.

Gib uns klaren Blick und festige unseren Willen,

dass wir unsere Sendung in täglicher Arbeit ausführen.

Lass unsere Gemeinschaft wahr werden, treu und

hilfsbereit.

Nimm Egoismus und Lüge von ihr.

Stärke unser Gewissen und lehre uns in Freiheit und

Freude bewusst und verantwortungsvoll zu leben.

Lehre uns deiner schönen Welt froh werden, sie zu

schützen und zu bewahren.

Lehre uns froh schaffen und dein Wille möge in unseren

Werken erkennbar sein.

Uns alle segne der allmächtige Gott, der Vater, der

Sohn und der Heilige Geist.

Amen

 

1

Reform Berglegion – Zukunft ohne Jugend?

„Je weiter man zurückblicken kann, desto weiter wird man vorausschauen.“ Winston Spencer

Churchill (1874-1965), brit. Staatsmann; 1940-45 u. 1951-55 Premier, 1953 Nobelpr. f. Lit.

Brauchen wir Reformen?

In regelmäßigen Abständen wird der Wunsch artikuliert, Lieder, Texte und Inhalte der

Berglegion zu erneuern, zu reformieren. Ein „Anpassen“ an die Zeit sei wichtig, neue

Spielregeln sollen das Miteinander besser regeln können als bisher. Nur wenn wir den

„Verein“ alltagstauglich machen, dann erst werden neue Mitglieder kommen.

Entspringt der Wunsch der Reform der zeitgeschichtlichen Notwendigkeit (was heißt „lauter

sein“) oder einem egozentrischen Begehren (das Umfeld solange reformieren, bis es mir

passt)? Machen wir Reformen für uns selbst oder für zukünftige neue Mitglieder, für

Erwachsene oder für Jugendliche? Kinder und Jugendliche (incl. Eltern) wollen wissen wer ihr

„Führer“ ist, 50-ig jährige Berglegionsmitglieder, die selbst alle Führer sind und waren,

werden wohl keinen „Oberführer“ brauchen, eher einen Moderator.

Bevor wir jedoch neue „Spielregeln“ definieren, sollten wir uns zuerst über die Ziele der

Berglegion Gedanken machen. Hier sei Diz zitiert (1999, Grabrede an Paul): „Der Berg war für

dich aber nie das Ziel. Der Berg war für dich nur ein guter Weg, um in der Natur jene Werte

zu erleben, die dich geprägt haben, Werte, die du gelebt hast, für die du gelitten hast, die du

aber gerade dadurch uns Berglegionären so prägend nahe gebracht hast: Sich selbst am Berg

spüren und erleben, den anderen als Bergkameraden und Freund kennenlernen,

Kameradschaft, Verläßlichkeit und Treue erfahren, sich aufeinander verlassen können, in der

Stille Gott erfahren. Du hast diese Werte immer in drei Begriffspaare für uns

zusammengefasst:

Beruf und Familie

Kirche und Vaterland

Selbstdisziplin und Kameradschaft.“

Paul Flach hat diese Ziele in ihrer historischen Entwicklung wie folgt beschrieben und so

definiert:

„Ostern 43: Auf Zelle 88 des landesgerichtlichen Gefangenenhauses in Innsbruck reift in

mir der Plan, nach der Wiedererlangung der eigenen Freiheit und dem Wiedererstehen

unseres Österreich eine alpine Gemeinschaft aufzubauen, die sich zu Kirche und Vaterland

2

bekennt, den Einzelnen fordert und seine charakterlichen Kräfte entfaltet, sodass er sich in

Beruf und Familie bewährt. Schon damals stand für mich der Name fest: Berglegion als

christlich-alpine Gemeinschaft.

Ostern 47: Auf der Gufl – heute Lambichler-Berghaus – wird die erste Gruppe der

Berglegion konstituiert.

.... An dieser Stelle (Kommentar: Übergabe der Berglegionsführung) gebe ich der

Gemeinschaft folgendes Vermächtnis:

Das tiefste der Gemeinschaft ist, dass jeder von uns weiß: Wir gehören zusammen;

wir arbeiten für eine große Sache. In der Jungenschaft für die Entfaltung unserer jungen

Menschen, in der Mannschaft für die Treue zueinander. Das bahnt den tiefen Dingen, zu

denen jeder von uns aufgerufen ist, den Weg. Dazu braucht es viel ehrliche Mühe; desto

offener Deine Seele für jede Forderung der Gemeinschaft ist, umso mehr reift für Dich die

Stunde, da Du die Gemeinschaft erlebst. Du musst vor allem eines einsehen: Es kommt nie auf

schöne Gefühle an, noch weniger auf Worte, sondern ausschließlich auf den festen Willen,

wirklich Gemeinschaft zu halten.

Wie weit Du Deine Selbstsucht überwindest, das ist der einzige Maßstab für wirkliche

Gemeinschaftsgesinnung, wie sie die BERGLEGION braucht.

Ohne diese Zucht bleibt alles Geschwätz. Unsere Gemeinschaft lebt nicht vom

romantischen Gefühl an einem Lagerfeuer, sondern davon, im klaren Tag treu zueinander zu

stehen. Jeder sei für den anderen da.“

In meiner persönlichen Betrachtung sind diese genannten Ziele auch 2011 aktueller denn je.

Jede Reform, die wir umsetzen, sollte sich daher an diesen Zielen kritisch messen müssen.

Die Ziele der Mannschaft haben wir erfolgreich umgesetzt, kaum in einem Verein gelingt es

so gut das Miteinander der verschiedenen Generationen zu leben. Die Aufgabe für Jugend

da zu sein wäre jedoch unsere wirkliche Herausforderung.

Angst vor Profil!

„Jedenfalls ist es besser, ein eckiges Etwas zu sein als ein rundes Nichts.“ (Friedrich Hebbel)

Warum ist Führerrat schlecht, Planungsrunde gut; Appell (= appellare ‚anreden‘,

‚auffordern‘) schlecht, Runde gut? Führer (oder Leiter) haben Ministranten, der Alpenverein,

u.v.m. und dieser Begriff wird in allen modernen Managementbüchern verwendet

(„Führen“). Fürchten wir uns vor einem kantigen Profil? Haben wir Angst in einer vollen

Hütte ein deutliches Abendgebet zu sprechen oder unser Liedgut zu singen? Wenn ich an

meine Jugend zurückdenke, waren es gerade diese Ecken und Kanten, die für mich den

besonderen Reiz dieser Gemeinschaft ausgemacht haben. Wenn wir das Essensgebet

gesungen haben, hat zumindest jeder in der Hütte gewusst, jetzt ist die Berglegion da.

Berglegion war nicht für jedermann. Als Jugendlicher war der Führerrat eine elitäre Runde

3

und ich wollte selbst einmal dieser Runde angehören. Diese hierarchische Struktur war für

mich als Jugendlicher (und auch heute für Benni) Ansporn und Vorbild. Die Planungsgruppe,

die möglichst allen Bedürfnissen gerecht werden soll und in einer „Ich-Will-Runde“ endet,

hat keine Vorbildwirkung, spiegelt jedoch den Istzustand der Berglegion wieder

(„Altmannschaft“).

Leitwort, Fluchthornlager 1967: „Berglegion – ein Leben lang. Wir brauchen nur wenige.

Diese aber ganz und für immer.“

Berglegion und Jugend

„Deutschlands wertvollster Rohstoff ist nachwachsend: es sind die jungen Leute.“ (Jürgen

Rüttgers (*1951), CDU-Politiker)

Ein Ziel der Berglegion lag darin jungen Menschen eine charakterliche Festigung zu

vermitteln. Grundlegende Lebenswerte wurden im Bildungsplan definiert und im gelebten

Vorbild vermittelt (Bsp.: Pünktlichkeit; Ordnung, Disziplin, Glaube, Naturverständis,

Rücksicht, usw.). Ein wesentliches Mittel, um dieses Ziel zu erreichen, war das gemeinsame

Erleben am Berg. Durch das Abenteuer, wurde aus den Individuen eine Gruppe geschweißt,

die in Gemeinschaft verbunden war. Wer sich in der „Jungenschaft“ bewährt hat, konnte

nach einem „Berglegionseid“ in die Mannschaft aufgenommen werden. Dieses Privileg stand

aber nicht jedem zu! Historisch betrachtet galt damals ein Mitglied als Jugendlicher bis zur

Vollendung des 20. Lebensjahres.

Wie ist eigentlich der „Jugendliche“ definiert? In Österreich: Kinder: bis zur Vollendung des

14. Lebensjahres, Jugendliche ab dem vollendeten 14. bis zum vollendeten 18. Lebensjahr.

Die UN-Generalversammlung definierte Personen, die älter als 15 Jahre und jünger als 25

Jahre alt sind, als Jugendliche. In dieser Kategorie sollte aber zwischen den Teenagern (13 bis

19) und den jungen Erwachsenen (20-24) unterschieden werden, da die Probleme auf

soziologischer, psychologischer und gesundheitlicher Ebene stark differieren. Diese

Definition wurde für das Internationale Jahr der Jugend gemacht, das 1985 abgehalten

wurde.

Wollen wir Jugendliche aufnehmen, und wenn ja welche Altersgruppe wollen wir eigentlich

ansprechen? Meiner Meinung nach wäre als Zielgruppe entsprechend der UN-Definition die

Gruppe der (14-)15 bis 25 jährigen sinnvoll.

Brauchen wir Jugendliche?

„Wir brauchen die Herausforderung der jungen Generation, sonst würden uns die Füße

einschlafen.“ (Willy Brandt (1913-92), dt. Politiker (SPD), 1969-74 Bundeskanzler, 1971

Friedensnobelpr.)

4

Ohne junge Mitglieder wird der langsam und gemeinsam älter werdende Freundeskreis in

seiner Schrulligkeit immer mehr zunehmen. Wir sind uns ja eigentlich selbst genug und die

Herausforderungen, die wir mit neuen und bergunerfahrenen Mitgliedern hätten, wollen wir

lieber nicht (mehr) erleben. Vielfach frustriert von Bemühungen der Vergangenheit mit dem

Aufbau von Jungruppen möchten wir lieber resignieren. Trotzdem ist festzuhalten, dass aus

jeder Aktivität einzelnen wertvolle Mitglieder für immer gewonnen werden konnten (Bsp.:

Lukas). Wir hatten beim letzten Hochzeltlager einen Altersschnitt von ca. 45 Jahren, in zehn

Jahren von 55 plus. Idealerweise sollten wir dann auch die Berglegion im 10-Jahres

Rhythmus reformieren, um dem ändernden Anforderungsprofil der alternden Teilnehmer

besser zu entsprechen (Abano statt Langtalereck, Kurpackung statt Kuhscheibe). Um einen

Mitgliederstand von 50 zu halten bräuchte die Gemeinschaft rein rechnerisch zumindest

jedes 2. Jahr einen fixen Neuzugang. Nachdem von den Neuzugängen eigentlich nur jeder 5.-

10. bei der Berglegion bleibt müssten wir von einer Neuzugangsrate von 5 Mitgliedern/ Jahr

ausgehen.

Jugend fordert uns heraus. An dieser Herausforderung kann unsere Gemeinschaft wachsen

und sich entwickeln. Ein Stillstand bedeutet Rückschritt.

Ein „Ja“ zur Jugend hat Konsequenzen!

„Wer der Jugend vorangehen will, muß gerade Wege gehen.“ (Jean Cocteau (1889-1963), frz.

Dichter, Maler u. Filmregisseur)

Ein „Ja“ zu Jugend bedeutet zwangsläufig auch ein „Ja“ zur „Verantwortung“ und ein „Ja“

zum „Führen“. Der Führer muss den Weg vorgeben, im hochalpinen Gelände ist Disziplin

eine Grundvoraussetzung. Wichtig ist, dass wir mit der nötigen Vorsicht und Sorgfalt

unerfahrene und auch jugendliche Mitglieder am Berg führen. Ein „Ja“ zum „Führen“

bedeutet aber auch, dass wir verstärkt darauf drängen müssen qualifizierte Führer

auszubilden. Ausbildung können wir selbst anbieten (muss dann aber auch dokumentiert

werden, Ausbildungsplan) und auch anderwärtig einkaufen (Lehrwart). Die Führung der

Berglegion muss gegenüber Dritten bestätigen können, warum ein Mitglied für diese oder

jene Aufgabe auch qualifiziert ist (Bsp: Spaltenbergung am xxten trainiert und bestanden).

Begriffe wie Selbstdisziplin und Selbstverantwortung sind wesentliche Elemente in der

Mannschaft aber nicht in der Jungenschaft. Verantwortung tragen ist oft beschwerlich und

wenn ein Unfall mit schwerem Personenschaden eintritt, müssen die Verantwortlichen

immer Rechenschaft ablegen. Diese Bürde tragen wir aber auch als Autofahrer, im Beruf, als

Eltern usw. und in jedem Fall werden wir bei „grober Fahrlässigkeit“ immer zur

Rechenschaft gezogen werden (Bsp.: wissentliches Autofahren mit defekten Bremsen). Wir

müssen daher bereit sein, uns dieser Verantwortung auch zu stellen.

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Jugend mit/ohne Jugendführer?

„Wenn wir jugendliche mitnehmen, brauchen wir eine/n JugendführerIn und dann auch

Nestabende“ Kuttner Michael, 2011

Ein „Ja“ zur Jugend ist meines Erachtens ein mehrstufiger Prozess, der alle Mitglieder der

Mannschaft fordert und nur ein gemeinsames Ziel sein kann.

1. Definition des Zielkreises (welches Alter?): 15-25

2. Voraussetzungen (Ziele, Qualifikationen, Bildungsplan) definieren

3. Bereitschaft der Mannschaft dieses Ziel gemeinsam zu verfolgen!

4. Öffnung für Jugendliche am Hochzeltlager: Jugendprogramm (Bsp.:

Kletterschulung, Seilrutsche, Tourenprogramm…), Ankündigung (Diavortragsserie

im Bekanntenkreis: „Jugend am Berg“).

5. Jugendgruppe etablieren: am Anfang Hilfe durch die Mannschaft, dann

Koordination durch Jugendliche selbst, Touren werden ausschließlich durch

qualifizierte Führer geführt. Einmal monatlich betreutes Kletterhallentraining

usw.

6. Jugendführer: dieser kann und soll aus der Junggruppe selbst erwachsen (Bsp:

Cilly und Wilde Horde).

Berglegion am Scheideweg

Meines Erachtens muss sich die Gemeinschaft entscheiden welchen Weg sie in die Zukunft

nehmen möchte. Wenn wir uns für die „Berglegion“ entscheiden, kommen wir an den

Fragen der Jugend- und Nachwuchsförderung, katholische Kirche, Verantwortung und

Führen nicht vorbei. Wenn wir uns diesen Themen nicht stellen wollen, wäre es ehrlicher

einen Verein der „Reifen BergfreundInnen“ zu gründen, der auf Selbstverantwortlichkeit

und Christentum ohne Kirche basiert und keine Jugendlichen aufnehmen möchte. Eine reine

Reform der „Worte“ ist nicht konsequent und damit unehrlich.

In vielen Lebensbereichen unserer Gesellschaft klaffen Anspruch und Wirklichkeit

auseinander (Schule - NMS, Universität, Bundesheer, Kirche). Trotzdem dürfen wir nicht

müde werden ein Idealbild zu entwerfen und dieser Vision auch zu folgen. Nur so können wir

den „richtigen Weg“ in die Zukunft erkennen.

„Lass unsere Gemeinschaft echt und wahr werden“

Euer Wolfgang